Systemlieferant für regenerative Energien

Bausteine für ein erneuerbares Energiesystem

In einem Energiesystem auf Basis der Erneuerbaren gewinnt die intelligente Vernetzung von flexiblen Stromerzeugern und -verbrauchern sowie die Infrastruktur immer mehr an Bedeutung. Als Systemlieferant für regenerative Energien stellt ENERCON Ihnen als Kunde bereits heute umfangreiche Produkte und Dienstleistungen bereit.

350 kW- Schnellladelösung

Eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Start der E-Mobilität ist der flächendeckende Aufbau einer leistungsfähigen Schnelllade-Infrastruktur. Das Laden der Batterien von E-Fahrzeugen in wenigen Minuten trägt entscheidend zur Verbesserung des Aktionsradius und somit zur Akzeptanz der umweltfreundlichen E-Fahrzeuge bei.

Basierend auf unserer Wechselrichtertechnologie haben wir eine innovative Schnellladelösung für E-Fahrzeuge entwickelt. Sie beherrscht den kommenden Schnellladestandard HPC 2 mit Ladeleistungen von bis zu 350 kW (DC) und verfügt über viele netzdienliche Eigenschaften, die auch ENERCON Windenergieanlagen auszeichnen. Dazu gehört u.a. die hochdynamische Bereitstellung von Blindleistung zur Stützung der Netzstabilität.

ENERCON verfolgt mit der Schnellladelösung zwei Ziele: zum einen sektorübergreifend die Schaffung eines weiteren Absatzkanals für Windstrom als Beitrag zur notwendigen Verkehrswende, zum anderen die Förderung des wirtschaftlichen Betriebs von Ladesäulen für die E-Mobilität und die Erschließung neuer Geschäftsfelder im Rahmen des ENERCON Systemkonzepts, bei dem wir als Systemlieferant für regenerative Energien Lösungen für mehr Wertschöpfung rund um das Kernprodukt Windenergieanlage bereitstellen.

ENERCONs 350 kW-Schnellladelösung

für E-Fahrzeuge der nächsten Generation

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ENERCON Speichertechnologie

Energiespeicher sind Schlüsseltechnologien bei der Umsetzung der Energiewende. Als flexible Verbraucher speichern sie überschüssige Energie, um sie bei Bedarf wieder zur Verfügung zu stellen. Mit ihrer Hilfe tragen die fluktuierenden Erneuerbaren zu einer Verstetigung ihrer Einspeiseleistung bei und bringen Erzeugung und Verbrauch besser in Einklang. Dadurch gewährleisten sie unabhängig von fossilen Backup-Kraftwerken Netzstabilität und Versorgungssicherheit und werden ihrer zunehmenden Verantwortung für das Energiesystem gerecht.

ENERCON engagiert sich im Bereich Speichertechnologie in verschiedenen Pilotprojekten. Unsere Kompetenz liegt in der Bereitstellung und Steuerung der Schnittstellentechnologie zur Anbindung von Speicherlösungen ans Netz. Die Schnittstellentechnologie basiert auf ENERCONs Wechselrichtern, einer unserer Kerntechnologien, die in jeder ENERCON Windenergieanlage installiert ist und für die netzkonforme Umrichtung der erzeugten Energie sorgt.

Speicheranbindungsoption an eine WEA

Schematische Darstellung

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Power to Gas

Mit der Umwandlung von Strom zu Gas (engl. Power-to-Gas, PtG, P2G) kann überschüssige Energie langfristig im Erdgasnetz gespeichert werden. Beim PtG-Verfahren wird elektrische Energie durch Elektrolyse in den chemischen Energieträger Wasserstoff umgewandelt, der sich ins überregionale Verbundnetz einspeisen lässt. Alternativ kommt auch die Einspeisung ins lokale Verteilnetz in Betracht, wenn der erzeugte Wasserstoff zuvor in einem weiteren Schritt durch Methanisierung in synthetisches Erdgas umgewandelt wird. Das auf diese Weise erzeugte synthetische Erdgas kann als Austauschgas für fossiles Erdgas verwendet werden und somit die Energiewende im Wärmesektor vorantreiben. Je nach Bedarf lässt sich das erzeugte Gas auch wieder in Blockheizkraftwerken rückverstromen.

ENERCON engagiert sich im Rahmen von Pilotprojekten zum Thema Power to Gas. Ziel des Engagements ist die Demonstration, dass sich PtG-Anlagen als steuerbare Lasten ins Netz integrieren lassen und effektiv zur Systemstabilisierung eingesetzt werden können.

STATCOM

Basierend auf unserer Wechselrichter-Technologie liefern wir sogenannte STATCOM-Einheiten (Static Synchronous Compensator) zur Erweiterung der Einspeiseleistung. Durch bedarfsgerechte Blindleistungskompensation sorgen STATCOM-Einheiten für eine ausgeglichene Blindleistungsbilanz im Netz und damit für einen Erhalt der Netzspannung. Dabei lassen sich sowohl ENERCON Windenergieanlagen mit STATCOM-Funktionalitäten ausrüsten als auch STATCOM-Einheiten separat als Container in Regionen aufstellen, in denen das Netz mit Hilfe regionaler Systemdienstleistungen lokal stabilisiert werden soll.

Hintergrund
Die gesamte Leistung, die so genannte Scheinleistung, eines Übertragungsnetzes setzt sich aus Wirkleistung und Blindleistung zusammen. Während die am Netz angeschlossenen elektrischen Verbraucher die Wirkenergie umsetzen, wird die Blindenergie nicht verbraucht und in Arbeit oder Wärme umgewandelt. Die Blindleistung wird auf Verbraucherseite lediglich dazu benutzt, ein Magnetfeld zum Beispiel für den Betrieb von Elektromotoren aufzubauen.

Blindleistung ergibt sich, wenn Leistung aus dem Versorgungsnetz bezogen und zeitversetzt wieder in das Netz eingespeist wird und auf diese Weise zwischen Verbraucher und Erzeuger pendelt. Gerade elektrische Bauelemente wie Spulen und Kondensatoren können Energie aufnehmen und nach einiger Zeit – phasenverschoben – wieder abgeben. Durch diese zusätzliche Belastung müssen die Netze größer dimensioniert werden, um neben der zur Verfügung gestellten Wirkleistung auch die pendelnde Blindleistung aufzunehmen.

Wird eine Kompensationsanlage, welche die Blindleistung erzeugt und wieder aufnimmt, verbrauchernah installiert, kann das Netz vom Blindstrom entlastet und daher kleiner dimensioniert werden. In so entlasteten Netzen entspricht die Scheinleistung der Wirkleistung, mehr Kapazität steht zum Stromtransport zur Verfügung.

SHAPE THE FUTURE, HAVE A FUTURE

ENERCON GmbH - Dreekamp 5 - D-26605 Aurich