Neue EPK-Variante für Anlagen ab dem 20. Betriebsjahr

Neue EPK-Variante für Anlagen ab dem 20. Betriebsjahr

Auch Betreiber von ENERCON Windenergieanlagen ab dem 20. Betriebsjahr profitieren künftig von ENERCONs bewährtem Vollwartungskonzept. ENERCON bietet ihnen ab sofort eine spezielle Variante seines ENERCON Partner-Konzepts (EPK) an. Das EPK III genannte Service-Produkt orientiert sich am Standard-EPK, klammert aber aufgrund des tendenziell höheren Ausfallrisikos älterer Anlagen bestimmte Punkte aus.

Im EPK III-Leistungsumfang inbegriffen sind wie bei allen EPK-Verträgen die geplante Instandhaltung und die Fernüberwachung der WEA. Auch die Reparatur und der Austausch von Standard-Ersatzteilen sowie die Fehlersuche im Servicefall sind Bestandteil des EPK III-Vertrages. Für diesen Umfang garantiert ENERCON eine technische Verfügbarkeit der WEA von 97%.

Beim EPK III ausgenommen sind hingegen die Reparatur und der Austausch von Großbauteilen inklusive Personaleinsatz, die Großbauteil-Logistik, die Krangestellung für den Großbauteiltausch und Artikel gemäß der Ausschlussliste. Diese Arbeiten erfolgen erst nach vorheriger Angebotserstellung seitens ENERCON und nach Freigabe durch den Kunden.

Hintergrund ist ein steigendes Ausfallrisiko von WEA, die ihre Entwurfslebensdauer überschritten haben. Diese Entwurfslebensdauer beträgt bei früheren ENERCON Baureihen 20 Jahre, bei der neuesten Baureihe, der im Frühjahr vorgestellten E-126 EP4, sind es 30 Jahre. Hinzu kommt, dass sich bei Altanlagen der Tausch von Großbauteilen aufgrund der geringeren Einspeisevergütung wirtschaftlich oft nicht mehr rechnet. Anlagen ab dem 20. Betriebsjahr erhalten nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nur noch die deutlich niedrigere Grundvergütung.

Voraussetzung für den Abschluss eines EPK III-Vertrages nach dem 20. Betriebsjahr ist die Vorlage eines Standsicherheitsnachweises durch den Kunden. Dieser Nachweis muss nach Ablauf des 20. Betriebsjahres durch einen unabhängigen Gutachter erbracht werden. Um den Weiterbetrieb der WEA zu gewährleisten, werden ggf. zusätzlich zur wiederkehrenden Prüfung auch Inspektionen notwendig. Der Sachverständige bemisst das Inspektionsintervall so, dass ein Großschaden frühzeitig erkannt werden kann. In der Regel darf der Zeitraum von zwei Jahren nicht überschritten werden. Die Länge der Intervallabschnitte wird positiv beeinflusst durch zum Beispiel qualifizierte Wartungskonzepte. Wenn der Zustand der WEA oder einzelner Bauteile es erforderlich macht, werden die Intervalle verkürzt. Da für die Ausstellung entsprechender Nachweise zurzeit mit Wartezeiten zu rechnen ist, empfiehlt ENERCON seinen Kunden eine rechtzeitige Beauftragung des Standsicherheitsnachweises bei einem gemäß 17.2 der DIBt-Richtlinie geeigneten, unabhängigen Sachverständigen für Windenergieanlagen sowie den ENERCON Service zu kontaktieren, um eine Lösung für die weitere Betreuung der WEA durch den ENERCON Service zu finden.

„ENERCON hat das EPK III entwickelt, um betreffenden Kunden ein komfortableres Service-Produkt als einen reinen Wartungsvertrag zur Verfügung zu stellen“, erläutert Hermann Bohlen, Leiter des ENERCON Kundenservice. «Unser Anspruch ist es, allen Kunden stets den bestmöglichen Service zu bieten.

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