04. Juni 2020, Aurich

ENERCON sichert sich langfristige Finanzierung

Vertrag mit Banken wichtige Voraussetzung für weitere Neuausrichtung des Unternehmens

ENERCON hat mit seinen finanzierenden Banken und der Aloys Wobben Stiftung eine langfristige Finanzierung abgeschlossen. Der Vertrag umfasst neben einem bestehenden Kredit eine neue Garantielinie. Diese erlaubt es ENERCON, gerade bei größeren Onshore-Projekten im Ausland die dort notwendigen Garantien zu stellen. Zudem ist vorgesehen, die im Vergleich zur Bilanzsumme überschaubare Fremdfi nanzierung auf Konzernebene planmäßig zurückzuführen. Die Vereinbarung gilt zunächst bis Ende 2023.

„Das Abkommen gibt uns die Planungssicherheit, die wir benötigen, um den operativen Turnaround weiter erfolgreich umzusetzen“, sagt ENERCON CFO Dr. Thomas Cobet. „Ich bin daher sehr froh, dass wir die Gespräche mit einem guten Ergebnis abschließen konnten.“ Neben der Absicherung des internationalen Geschäfts und der Stabilisierung der Projektfinanzierung erwartet die Geschäftsleitung durch die Vereinbarung auch eine Normalisierung der Beziehungen zwischen ENERCON und seinen Lieferanten.

Nach dem Zusammenbruch des deutschen Onshore-Marktes, auf den sich ENERCON in der Vergangenheit konzentriert hatte, richtet sich das Unternehmen derzeit auf internationale Wachstumsmärkte aus. „Damit verbunden ist eine verstärkte Fokussierung auf ENERCONs Kerngeschäft Entwicklung, Vertrieb und Service von Onshore-Windenergieanlagen sowie damit unmittelbar zusammenhängende Bereiche“, sagt ENERCON CEO Hans-Dieter Kettwig. „Im Zuge dieser strategischen Neuausrichtung wird das Geschäftsfeld Eigenbetrieb von WEA, Energieerzeugung und Energievermarktung in ein neues Unternehmen überführt. Mit der EWE AG wurde eine Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet. Wir sind davon überzeugt, mit der Ausgliederung eine solide Basis zu schaffen für die zukunftsfähige Weiterentwicklung sowohl des Geschäftsmodells von ENERCON als auch des Bereichs Energieerzeugung und -vermarktung aus Onshore-WEA, der in der nächsten Phase der Energiewende zunehmende Bedeutung erhält.“

Die Neuausrichtung ENERCONs umfasst neben der strategischen Fokussierung strukturelle Veränderungen der Unternehmensorganisation, forcierte Neuentwicklungen wettbewerbsfähiger und kostenoptimierter Windenergieanlagen, sowie eine Optimierung der globalen Supply Chain vor dem Hintergrund verschärfter internationaler Wettbewerbsbedingungen. „Die Einigung mit den Banken gibt uns die notwendige Basis, unsere Ziele im Turnaround konsequent umzusetzen. Der von uns eingeschlagene Weg wird von der Stiftung und den Banken mitgetragen. Die Einigung zeigt deren Willen, den Weg gemeinsam zu gehen“, sagt ENERCON CRO Dr. Martin Prillmann. „Die Geschäftsleitung ist fest davon überzeugt, dass unter diesen Voraussetzungen, mit der uneingeschränkten Unterstützung durch die Gesellschafterin sowie der engagierten Mitarbeit der ENERCON Mannschaft der Turnaround innerhalb des gesetzten Zeitraums von drei Jahren zum Erfolg führen wird.“

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