Aurich, 19. September 2018

ENERCON beliefert VDKL-Kühlhäuser mit grüner Energie aus Bestandswindparks

Power Purchase Agreement (PPA) zum Fixpreis für Versorgung geschlossen / Energie stammt aus vier Bestandswindparks mit insgesamt 10,6 MW Leistung / wegweisendes Vermarktungsmodell für Altanlagen ohne weitere EEG-Vergütung

ENERCON hat mit dem VDKL-Strompool des Verbands Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen (VDKL) einen Vertrag über die Lieferung von grüner Energie aus Bestandswindparks geschlossen. Im Rahmen eines Power Purchase Agreement (PPA) zum Fixpreis versorgt ENERCON künftig Produktionsstätten und Kühlhäuser für temperaturgeführte Waren führender deutscher Logistikunternehmen und Lebensmittelhersteller mit umweltfreundlicher Energie. Diese stammt aus vier Bestandswindparks mit insgesamt 10,6 MW Leistung. Die Stromlieferung wird von der ENERCON-Gesellschaft QUADRA Energy GmbH organisiert, die bei ENERCON für alle Dienstleistungen und Lösungen im Bereich Energielogistik verantwortlich ist.

„Wir freuen uns, dass wir mit dem VDKL-Strompool einen namhaften Industrie- und Logistikpartner von unserem PPA-Modell überzeugen konnten“, sagt Uwe Behrens, Geschäftsführer von QUADRA Energy. „Wir liefern die grüne Energie über die gesamte PPA-Laufzeit zum Fixpreis, was sowohl unserem Kunden als auch dem Windparkbetreiber Planungssicherheit verschafft. Unser PPA ermöglicht den wirtschaftlichen Weiterbetrieb und ist somit ein ideales Energie-Vermarktungsmodell für Betreiber von Bestandswindparks, die keine EEG-Vergütung mehr erhalten.“

Jan Peilnsteiner, Geschäftsführer des VDKL: „Der VDK-Strompool erweitert hiermit sein bestehendes Eigenversorgungskonzept, bei den bereits seit langem betriebenen eigenen Wind- und Wasserkraftanlagen sowie einer Vielzahl von Blockheizkraftwerken, um eine effiziente und nachhaltige Stromversorgung zu ermöglichen. Der VDKL-Strompool ist die größte verbandsgetragene Energieeinkaufsgemeinschaft Deutschlands mit einem Strombedarf von über 1,2 TWh an bundesweit über 200 Standorten. Insbesondere sehen wir in diesem Vertragsmodell eine langfristige Preisabsicherungsoption, die der Strommarkt bisher noch nicht zur Verfügung stellen konnte.“

„Wir haben in den letzten Jahren viel in die Entwicklung nachhaltiger Vermarktungslösungen investiert und sehen das Projekt mit dem VDKL-Strompool als Einstieg in ein neues Geschäftsfeld, das wir in Zukunft konsequent weiter ausbauen wollen“, erläutert ENERCON Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig. Ein erhebliches Marktpotenzial ist vorhanden: Branchenverbände schätzen, dass in den kommenden Jahren für Tausende ältere Windenergieanlagen in Deutschland die EEG-Vergütung endet. Betreiber müssen dann die Energie aus ihren Anlagen zu Marktpreisen über die Strombörse verkaufen oder sich alternative Vermarktungslösungen suchen. PPAs wären hierfür eine Möglichkeit.

Als Systemlösungsanbieter für regenerative Energien versteht ENERCON sein PPA-Modell als Bestandteil seines Partnerschaftkonzepts ENERCON Energiekonzept 20+ (EEK20+) für Altanlagen-Betreiber für die Betriebsphase nach Ablauf der EEG-Förderung. Es umfasst sowohl Beratung und Unterstützung bei Repowering-Vorhaben als auch verschiedene Szenarien für den Weiterbetrieb der Bestandsanlagen, falls ein Repowering nicht möglich sein sollte oder vom Betreiber nicht beabsichtigt ist. Für beide Fälle steht ENERCON sowohl Kunden als auch Betreibern von Wettbewerbs-Anlagen mit umfangreicher Unterstützung zur Seite. Im Fokus steht dabei stets der Erhalt des Standorts für die weitere Windenergienutzung.

Auf der WindEnergy Hamburg (25. – 28. September, Halle A1, Stand 223) präsentiert ENERCON das EEK20+ mit den Optionen der Direktvermarktung per PPA im Detail.

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