Anlagensteuerung
Anlagensteuerung
ENERCON Windenergieanlagen bieten modernste mikroelektronische Steuerungstechnik aus eigener Entwicklung. Der Hauptprozessor (MPU – Main Processing Unit), zentrales Element der Anlagensteuerung, steht mit den peripheren Steuerelementen wie z. B. Windnachführung und aktivem Blattverstellsystem in ständigem Kontakt und sorgt durch individuelle Veränderung einzelner Anlagenparameter für einen ertragsoptimierten Betrieb der ENERCON Windenergieanlagen bei allen Witterungsverhältnissen.
ENERCON Steuerungstechnik:
- Adaptive Windnachführung der Gondel durch permanente Auswertung der Messdaten des Windsensors
- Variable Drehzahl für optimalen Wirkungsgrad der Windenergieanlage bei jeder Windstärke und Ausregelung unerwünschter Leistungsspitzen sowie hoher Betriebslasten
- Aktives Blattverstellsystem zur Einstellung des optimalen Anströmwinkels auf die Rotorblätter gewährleistet maximale Erträge sowie Lastreduzierungen für die gesamte Windenergieanlage
- ENERCON Bremssystem für höchste Anlagensicherheit durch drei unabhängig voneinander arbeitende Blattverstelleinrichtungen mit Notstromversorgung (Akkus) bei Netzausfall
- Turm- und Generatorüberwachung über Vibrations- und Beschleunigungssensoren zur Kontrolle der Auslenkungen im Turm
- Temperatur- und Luftspaltsensoren zwischen Rotor und Stator zur Wahrung der Betriebssicherheit im Ringgenerator
Überwachung der Netzeinspeisung
Für die korrekte Einspeisung der ENERCON Windenergieanlagen in das Stromnetz ist eine Überwachung der Netzanbindung erforderlich. Die Erfassung der Netzgrößen Spannung, Strom und Frequenz erfolgt niederspannungsseitig zwischen dem ENERCON Wechselrichter und dem Anlagentransformator. Die Messwerte werden laufend an die Anlagensteuerung weitergegeben, so dass die Anlage auf netzseitige Spannungs- und Frequenzänderungen sofort reagieren kann. Bei Überschreitung definierter Grenzwerte des Anlagen- oder Netzschutzes wird die Windenergieanlage sicher heruntergefahren und der Service informiert. Sobald Spannung und Frequenz wieder innerhalb der zulässigen Toleranzen sind, fährt die Anlage sofort wieder automatisch an. Längere Stillstandzeiten werden vermieden.
ENERCON Sturmregelung
ENERCON Windenergieanlagen werden mit einer speziellen Sturmregelung betrieben. Diese ermöglicht einen abgeregelten Anlagenbetrieb bei sehr hohen Windgeschwindigkeiten ohne sonst übliche Stoppvorgänge, die zu beträchtlichen Ertragsverlusten führen. ENERCON Windenergieanlagen funktionieren bei hohen Windgeschwindigkeiten nach einem anderen Prinzip. Sie sind mit einer speziellen Sturmregelungssoftware ausgestattet, die das plötzliche Abschalten der Anlage überflüssig macht. Die Windenergieanlage schaltet bei Überschreitung einer bestimmten Windgeschwindigkeit nicht automatisch ab, sondern lediglich die Leistung wird durch Verringerung der Drehzahl reduziert. Dieses geschieht durch leichtes Herausdrehen der Rotorblätter aus dem Wind. Hat sich die Windgeschwindigkeit wieder verringert, drehen sich die Blätter wieder in den Wind und die Anlage läuft sofort mit voller Leistung weiter. Ertragsmindernde Abschalt- und Anfahrprozesse entfallen. Auch für das Netz bietet die ENERCON Sturmregelung entscheidende Sicherheitsvorteile. Bei sehr hohen Windgeschwindigkeiten besteht kein Risiko einer Großstörung durch lang anhaltende windbedingte Einspeiseausfälle, die in ihren Auswirkungen mit dem Ausfall mehrerer konventioneller Kraftwerke vergleichbar sein können.
